Fantasy-Erzählkompass

Ein Werkzeug für Romane, Reihen und vielschichtige Welten


WARUM DER ERZÄHLKOMPASS?

Während ich an meiner Eristria-Reihe weiterarbeitete, fiel mir auf, dass das eigentliche Problem nicht das Schreiben war. Es war die Welt selbst. Wer hat sich in Buch 1 mit wem verbündet? Wer ist im zweiten Band gestorben? Welcher Drachengott schweigt seit zwei Bänden? Steht die Sturmfeste noch – oder ist sie zerstört? Wie heißt die Diebin, Tanisha oder Tannisha?

Der Fantasy-Erzählkompass ist meine Antwort auf all diese Fragen – ein spezialisiertes Werkzeug für genau solche Probleme. Es geht nicht ums Schreiben des Manuskripts. Es geht um das, was darunter liegt: Welt-Aufbau, Plot-Strukturen und Konsistenz über viele Bände hinweg. Eine ruhige Pergamentoberfläche, zwölf Werkzeuge, alles in einer einzigen HTML-Datei. Ich habe es für mich gebaut. Jetzt teile ich es.

Der Erzählkompass ist kein Manuskript-Editor. Wer einen solchen sucht, sollte zu Scrivener, Word oder zur Schreibkram-Werkstatt greifen. Der Erzählkompass übernimmt das, was diese Werkzeuge nicht oder nur am Rande abdecken: die systematische Pflege einer komplexen Fantasy-Welt über viele Bände hinweg. Beides ergänzt sich. Manche werden nur eines der beiden benötigen, andere wiederum beide.


ZWÖLF WERKZEUGE, EIN KOMPASS

Alles, was du brauchst, um eine Welt aufzubauen und sie über mehrere Bände hinweg konsistent zu halten.


ÜBERSICHT — DEIN SCHREIB-COCKPIT

Nach dem Öffnen erscheint das Dashboard. Hier siehst du auf einen Blick, wo du stehst: ein aktives Werk mit einem „Weiter schreiben“-Knopf zur zuletzt bearbeiteten Szene, der Wortzahl-Fortschritt pro Werk, der Status der Szenen (geplant/Entwurf/fertig), die zuletzt bearbeiteten Szenen und die zuletzt geänderten Lore-Elemente. Eine 12-Monats-Schreibverlauf-Heatmap im Stil von GitHub zeigt deine Schreibtage, daneben die aktuelle und die längste Streak. Eine Statusampel für Schreibziele zeigt dir, ob du im Plan bist, knapp dran oder hinterher.

Dashboard mit aktivem Werk »Palineas«, Schreib-Verlauf-Heatmap und Statusampel für Schreibziele


NOTIZ-INBOX — SCHNELLSPEICHER FÜR EINFÄLLE

Eine Idee kommt selten zur passenden Zeit. Die Inbox ist der Ort, an dem Gedanken zwischenlanden, bevor sie reifen. Mit der Taste N öffnest du von überall im Tool ein kleines Erfassungsfenster, tippst deine Notiz ein und sie landet in der Inbox. Pro Notiz gibt es die Optionen „Erledigt-Status”, „Bearbeiten”, „Löschen” und „Markdown-Export”. Mehrere .md-Dateien lassen sich auf einmal importieren – Stichwortlisten aus deinem Notizbuch wandern so im Handumdrehen in das Tool.


PLANUNG — KANBAN-BOARDS FÜR DAS BRAINSTORMING

Bevor eine Szene Form annimmt, ist sie oft nur ein Bild, ein Konflikt oder ein Satz. Die Planung gibt diesen Frühformen einen Platz. Es gibt beliebig viele Boards pro Projekt, beispielsweise eines pro Buch, pro Strang oder pro Thema. Es gibt anpassbare Spalten mit Akzentfarben sowie Standardvorlagen wie „Roh-Ideen”, „Vielversprechend”, „Eingearbeitet” und „Verworfen”. Karten lassen sich per Drag & Drop verschieben. Wenn eine Idee ausgereift ist, verwandelt der Knopf „→ Als Szene anlegen” sie direkt in eine echte Szene – die Verknüpfung bleibt erhalten.


SZENEN — DIE PINNWAND DEINES WERKS

Dies ist das Herzstück des Tools. Es sind Pergament-Karten, die nach Kapitel gruppiert und per Drag & Drop sortiert werden können. Pro Szene gibt es einen Titel, eine POV-Figur, einen Schauplatz, einen Status-Etiketten, ein Wortzahl-Ziel und -Ist, Strang-Tags und einen Notizen-Editor mit Rich-Text sowie verknüpfte Lore-Elemente. Hinzu kommen Dramaturgie-Felder (Spannungswert 1–10 und Story-Beat), das In-World-Datum bei aktivem Welt-Kalender sowie Szenen-Verweise mit vier Typen (Vorbereitung für, Einlösung von, Parallel zu und allgemeiner Verweis), die bidirektional sichtbar sind. Es gibt sechs Ansichten desselben Materials, zwischen denen umgeschaltet werden kann: Pinnwand, Stränge · Kapitel, Stränge · Zeitleiste, Spannungskurve, Chronologie (nach In-World-Datum) und Zeitachse.

Szenen-Pinnwand mit Karten gruppiert nach Kapitel, Status-Etiketten, POV und Strang-Tags


SPANNUNGSKURVE — DER PACING-BLICK

Es handelt sich um eine SVG-Kurve mit hinterlegten Akt-Bereichen und Story-Beat-Etiketten (Inciting Incident, Plot Point 1, Midpoint, Plot Point 2, Climax und Resolution). Sitzt dein Midpoint wirklich in der Mitte? Steigt die Spannung zwischen Plot Point 1 und dem Höhepunkt — oder gibt es ein unbeabsichtigtes Tal? Wo verflechten sich die Stränge, wo entstehen Verdichtungen? All das zeigt dir die Kurve auf einen Blick.

Spannungskurve mit dezent hinterlegten Akt-Bereichen und Story-Beat-Markern


LORE-POOL — DAS GEDÄCHTNIS DEINER WELT

In dieser Welt musst du dir Dinge merken und sie jederzeit wiederfinden können. Es gibt acht Standardtypen: Figur, Ort, Drachengott, Magiesystem, Volk, Ereignis, Gegenstand und Sonstiges. Du kannst auch beliebig viele eigene Typen anlegen und sie in einem Dialog mit einem Namen und einer Farbe versehen. Zwei Typen sind geschützt und aktivieren ein spezialisiertes Profil: das Charakterprofil für Figuren mit Schnellinfos, frei gestaltbaren Sektionen, Status pro Werk und offenen Fragen sowie das Ortsprofil für Orte mit Region, Art, Größe, Klima, Bewohnern und fünf Status-Stufen. Jeder Lore-Eintrag kann eine eigene Schriftfarbe für den Namen erhalten – Pali in Rot, Misiara in Grün und Falvoril in Blau. Im Pool erkennst du auf den ersten Blick, wer wer ist.

Lore-Pool mit Karten der Eristria-Welt — Figuren, Orte, Drachengötter und Völker mit individuellen Namensfarben


CONTINUITY-TRACKER — DIE HÜTER DER KONSISTENZ

Drei Bücher, dreitausend Seiten – und auf einer einzigen widerspricht sich die Welt selbst. Der Continuity-Tracker ist die Versicherung gegen diese eine Seite. Du kannst eigene Einträge mit Frage, Kategorie (Figur, Plot, Welt, Ort), Status (offen, in Klärung, geklärt, Konflikt) und optionaler Auflösungsnotiz erstellen. Alle offenen Fragen aus Charakter- und Ortsprofilen wandern außerdem automatisch hierhin, sodass du sie nicht doppelt pflegen musst. Es gibt Verknüpfungen mit Werken, Szenen und Lore-Elementen sowie Sprung-Buttons zur betroffenen Stelle.

Continuity-Tracker mit eigenen Einträgen und automatisch aufgenommenen Profilfragen


KONSISTENZ-LINTER — DIE AUTOMATISCHEN WÄCHTER

Während der Continuity-Tracker die von dir erkannten Daten sammelt, läuft der Konsistenz-Linter im Hintergrund über deine Daten und meldet Risse, die ein automatischer Vergleich entdeckt. Ähnliche Namen sind beispielsweise zwei Lore-Einträge desselben Typs, deren Namen sich nur um wenige Buchstaben unterscheiden, wie »Misiara/Missiara« oder »Hafirth/Halfirth«. Eine tote Figur in späteren Werken ist eine Figur, die in einem Werk Wörter wie „tot“, „gestorben“ oder „gefallen“ enthält, aber in einer Szene aus einem späteren Werk verlinkt ist. „Zerstörter Ort taucht später auf“: Dieselbe Logik gilt für Orte. Der Linter ist absichtlich zurückhaltend gestaltet – es gibt weder ein rotes Badge noch ein Pop-up. Wer nicht hinschaut, weiß nichts davon. Wer den Tab öffnet, findet eine übersichtliche Liste mit Sprung-Buttons.

Konsistenz-Linter — hier mit einem Hinweis auf ähnliche Namen (»Tanisha« vs »Tannisha«)


MINDMAP — DAS GEFLECHT DER WELT

Was zusammengehört, soll auch zusammen aussehen. Die Mindmap visualisiert die Beziehungen deiner Welt als physikalisches Netzwerk (D3.js-Force-Graph) in drei Modi:

  • Lore-Netz (Lore-Elemente und ihre manuellen Beziehungen),
  • Szenen-Netz (Szenen mit ihren Lore-Verknüpfungen) und
  • Werk-Übersicht (Werke, Kapitel und Szenen als Hierarchie).

Die Knoten lassen sich frei verschieben und merken sich ihren Platz. Der Vollbildmodus eignet sich für konzentrierte Arbeit. Manuelle Beziehungen können mit einer eigenen Bezeichnung versehen werden, zum Beispiel »ist Mentor von« oder »verfeindet mit«.


WERKE — ROMANE UND REIHEN ALS KLAMMER

Werke sind die Klammer, die Kapitel und Szenen zusammenhält. Eine Trilogie hat drei Werke, eine Heptalogie sieben – die Lore bleibt dabei immer verbunden. Pro Werk werden Name, Untertitel und eine Zusammenfassung erfasst, die im Markdown-Export inkludierbar ist. Außerdem wird das Schreibziel mit Wortzahl-Soll sowie Start- und Deadlinedatum erfasst. Es gibt eine Live-Berechnung des aktuellen Stands, der verbleibenden Wörter, des Wörter-pro-Tag-Bedarfs und des 14-Tage-Schnitts. Eine ehrliche Statusampel zeigt an, ob man im Plan ist, es knapp wird, man hinterherhinkt, es überfällig ist oder man es geschafft hat.

Werke-Übersicht der Eristria-Reihe — »Palineas« und »Chroniken der Magie«


PROJEKTE — RÄUME FÜR PARALLELE WELTEN

Manche Autorinnen und Autoren arbeiten an einer Welt, andere an mehreren. Projekte trennen, was getrennt sein soll. Pro Browser-Profil können beliebig viele Projekte angelegt werden, beispielsweise eine Reihe, ein Standalone-Roman oder ein Spin-off. Der Pool-Modus ist pro Projekt einstellbar: „gemeinsam” (mit anderen „gemeinsamen” Projekten geteilt) oder „eigenständig”. Pro Projekt ist auch ein Welt-Kalender konfigurierbar: zwölf frei benannte Monate mit individueller Tagezahl, Ära-Suffix (z. B. „n. d. D.”) und anpassbarer Bezeichnung der Zeiteinheit (Monat/Mond/Zyklus).


SICHERUNG & EXPORT — DEINE ARBEIT BLEIBT DEINE

Datenschutz und Datensicherheit sind keine Marketingversprechen, sondern eine Architekturentscheidung. Der Versionsverlauf umfasst automatische Snapshots nach jeder Änderung sowie manuelle Snapshots mit eigenem Namen. Projektdatei (JSON): Export jederzeit, Import in drei Modi (als neues Projekt, bestehendes ersetzen, zusammenführen). Dokument-Export als Markdown (auch mit erweitertem Auswahl-Dialog), als Word-Datei (.docx) oder als PDF über den Browser-Druckdialog. Es gibt automatische Backups mit konfigurierbarem Intervall, einen Reminder nach geschriebenen Wörtern und eine Status-LED in der Top-Toolbar. Unsere Empfehlung: Setze deinen Browser-Download-Ordner auf iCloud Drive, Dropbox oder Google Drive, damit die Backups direkt in deine Cloud-Sicherung wandern.


TECHNISCHE SPEZIFIKATIONEN


JETZT HERUNTERLADEN

Aktuelle Version: v23.21.14 · Mai 2026 — die Testversion ist die vollständige Fassung mit begrenzter Eintrags-Anzahl.


HÄUFIGE FRAGEN

Läuft der Erzählkompass auf Windows, Mac und Linux?

Ja. Er ist eine einzelne HTML-Datei, die in jedem modernen Browser läuft — Chrome, Firefox, Safari, Edge. Betriebssystem-unabhängig, keine Installation nötig.

Brauche ich eine Internetverbindung?

Nach dem ersten Aufruf nicht mehr. Beim ersten Öffnen wird einmalig die D3-Bibliothek für die Mindmap-Visualisierung nachgeladen, danach läuft alles offline. Es gibt keine Server-Anbindung, keine Cloud, kein Konto.

Wo werden meine Daten gespeichert?

Alle Eingaben werden im Browser-Speicher deines Geräts abgelegt (IndexedDB mit mehreren hundert MB Quota, mit localStorage als Fallback). Niemand außer dir hat Zugriff darauf — weder ich, noch dein Browser-Hersteller, noch sonst jemand. Mit dem JSON-Export erhältst du eine Datei, die du jederzeit an einem sicheren Ort verwahren kannst.

Kann ich auf mehreren Geräten arbeiten?

Ja, mit einer Einschränkung: Die Daten werden im Browser des jeweiligen Geräts gespeichert. Für den Wechsel zwischen Geräten exportierst du dein Projekt als JSON-Datei und importierst es auf dem neuen Gerät. Tipp: setze deinen Browser-Download-Ordner auf iCloud Drive, Dropbox oder Google Drive — dann wandern Backups automatisch in deine Cloud-Sicherung.

Ist der Erzählkompass eine Alternative zu Scrivener?

Nicht direkt und nicht so gedacht. Der Erzählkompass schreibt das Manuskript nicht für dich — er hilft dir bei dem, was darunter liegt: bei der Welt, den Figuren, den Plot-Strängen und der Konsistenz über viele Bände hinweg. Du kannst beides nebeneinander nutzen: den Erzählkompass für die Welt, Scrivener oder einen anderen Editor für den Text.

Bekomme ich Updates?

Innerhalb der Hauptversion v23.x sind alle Updates kostenfrei. Größere Versionssprünge (v24.x) werden separat angeboten. Updates erhältst du als neue HTML-Datei — dein bisheriger Datenbestand wird beim ersten Öffnen automatisch migriert.

Was passiert mit meinen Daten, wenn ich den Erzählkompass nicht mehr nutze?

Du behältst die volle Kontrolle. Das JSON-Format ist offen und lesbar — du kannst deine Daten jederzeit in einem Texteditor öffnen oder programmatisch verarbeiten. Zusätzlich kannst du dein gesamtes Werk als Markdown, Word-Datei oder PDF exportieren. Keine Vendor-Lock-in-Falle.

Wie viele Werke kann ich anlegen?

In der Vollversion: unbegrenzt. In der Testversion ist die Anzahl auf 1 Projekt mit 1 Werk begrenzt, mit 10 Szenen und 5 Lore-Einträgen — gerade genug, um alle Funktionen kennenzulernen.

Was, wenn ich Fragen oder Probleme habe?

Schreib mir direkt per E-Mail an autor@mariohackel.com — oder nutze den »✉ Feedback«-Knopf oben rechts im Tool. Er öffnet deine Mail-App mit einer vorbefüllten Nachricht (inklusive Versionsangabe). Ich antworte persönlich und meist innerhalb weniger Tage.

Was, wenn ich nach dem Kauf merke, dass mir das Tool nicht passt?

Probiere die Testversion. Sie ist die vollständige Fassung mit nur einer Einschränkung: begrenzte Anzahl Einträge. Wenn dir gefällt, was du siehst, kaufst du die Vollversion und übernimmst dein Test-Projekt nahtlos per JSON-Import. Da es sich um digitale Inhalte handelt, ist nach dem Download der Vollversion kein Widerruf mehr möglich — schreib mir gerne vorher, wenn du Fragen hast.